DER BAYERISCHE GEBIRGSSCHWEIßHUND

Allgemeine Erscheinung: Ein sehr beweglicher, muskulöser Hund mit etwas langgstrrecktem Körper.   

Die GrößeRüde: 48 bis 50, Hündin bis 45 Zentimeter. 

Das Gewicht: Rüden bis 35kg, Hündin bis 25kg

Der KopfOberkopf verhältnismäßig breit, flach gewölbt, nicht zu schwer. 

Der Fang: nicht zu lang und nicht zu spitz. 

Die NaseSchwarz, auch dunkelrot. 

Die AugenKlar, dunkelbraun, auch etwas heller. 

Die OhrenSchwarz, Braun, hoch und breit angesetzt, ohne Drehung an den Kopfseiten herabhängend. 

Der HalsMittellang, kräftig. 

Der KörperRücken nicht zu kurz aber kräftig, Nierenpartie breit, bemuskelt, leicht gewölbt, Kruppe lang, flach zur Rute verlaufend, Brust nicht zu breit, Bauch hinten leicht aufgezogen. 

Die RuteHoch angesetzt und horizontal oder leicht schräg abwärts getragen. 

Die PfotenGut gewölbt, mit widerstandsfähigen Ballen und geschlossenen Zehen. 

Das HaarDicht, mäßig rauh, mit wenig Glanz. Farbe: Tiefrot, hirschgrot, rotbraun, rotgelb, fahlgelb bis semmelfarben.


Die Geschichte des Schweisshundes

Alle Leit- und Schweißhunde stammen von den Urjagdhunden, den Bracken ab. Alle reinen Bracken haben feinste Nase auf Spur und Fährte, größte Fährtensicherheit, sehr ausgeprägten Fährtenwillen und lockeren Fährtenlaut beim Jagen. Ursprünglich nahm man die verlässlichsten und sichersten Bracken aus der Meute und suchte mit ihnen am Riemen die verlorene Fährte des gejagten Wildes. Aus diesen ruhigsten und führigsten Bracken wurden später die Leithunde (nur auf natürlicher kalter Gesundfährte gearbeitet) und die Schweißhunde (auf der Wundfährte geführt, sogen. "verdorbene Leithunde") herausgezüchtet. Durch Einkreuzung genetisch relativ nahestehender Rassen Ende des 18./Anfangs 19.Jahrhunderts entstand der heutige Hannoversche Schweißhund. Nach der Revolution von 1848, also nach der Zerschlagung der Großreviere und der Ablösung der ehemaligen Jagdmethoden durch Pirsch- und Ansitzjagd bei gleichzeitig verbesserten Schusswaffen wurde der Hund "nach dem Schuss" gebraucht. Spezialisiert auf sichere Riemenarbeit konnte man auf laute Hatz, Durchhaltewillen und Schärfe besonders in den Bergrevieren nicht verzichten. Dort erwies sich der Hannoversche Schweißhund als zu schwer. Um diese gewünschten Leistungen auch im schwierigen Berggelände zu erreichen, züchtete Baron Karg-Bebenburg, Reichenhall, nach 1870 den rassigen und veredelten, leichteren Gebirgsschweißhund, indem er Hannoversche Schweißhund mit roten Gebirgsbracken kreuzte. Zunehmend verdrängten diese Hunde andere Rassen aus den Bergrevieren, sodass der Bayerische Gebirgsschweißhund heute der klassische Begleiter der Berufsjäger und Förster geworden ist. 1912 wurde der "Klub für Bayerische Gebirgsschweisshunde" mit Sitz in München gegründet. Er ist der einzige anerkannte Zuchtverein für Bayerische Gebirgsschweißhunde in Deutschland.

Quelle:Rasselexikon FCI Standard unter www.vdh.de und der freundlichen Genehmigung des Klubs für bayerische Gebirsschweißhunde www.kbgs.de

 


 

 

Rassestandard

FCI-Rassestandard Nr. 217

BAYERISCHER GEBIRGSSCHWEISSHUND

Ursprung: Deutschland

Datum der Publikation des Originalstandards: 01.04.1996

Verwendung: Schweißhund

KLASSIFIKATION FCI

Gruppe 6, Laufhunde und Schweißhunde
Sektion 2, Schweißhunde, mit Arbeitsprüfung